Lesson 3  

 

Grundlagen

 

Die Elemente (1)

 

Nach der Vier-Elemente-Lehre besteht alles Sein in bestimmten Mischungsverhältnissen aus den vier Grundelementen bzw. „Essenzen“ „Erde“, „Wasser“, „Luft“ und „Feuer“ als Prinzipien des Festen, Flüssigen, Gasförmigen und Glühend Verzehrenden.

 

In der chinesischen Kultur gibt es ein ähnliches Modell, die Fünf-Elemente-Lehre. Hierbei sind die fünf Grundelemente Metall, Holz, Erde, Wasser und Feuer.

 

In der Alchemie des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit spielen die vier Elemente und die Quintessenz als fünftes Element eine wesentliche Rolle.

Paracelsus entwickelte im 16. Jahrhundert eine Lehre von den Elementargeistern, die sehr einflussreich wurde.

 

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die (sublunaren) Elemente und die ihnen zugeordneten Körper, Eigenschaften, Körpersäfte, Temperamente, Tierkreiszeichen, Elementarwesen und Himmelsrichtungen. 

 

Element

regelmäßiger Körper
(Platon)

Eigenschaft
(Aristoteles)

Tierkreiszeichen
(Astrologie)

Elementarwesen
(Paracelsus)

Himmelsrichtung

Erzengel

Körpersaft und Temperament

Feuer

Tetraeder

warm + trocken

Widder, Löwe, Schütze

Salamander

Süden

Michael

Gelbe Galle, cholerisch

Erde

Würfel

kalt + trocken

Stier, Jungfrau, Steinbock

Gnom

Norden

Uriel

Schwarze Galle, melancholisch

Luft

Oktaeder

warm + feucht

Zwillinge, Waage, Wassermann

Sylphe

Osten

Raphael

(Rotes) Blut, sanguinisch

Wasser

Ikosaeder

kalt + feucht

Krebs, Skorpion, Fische

Undine

Westen

Gabriel

(Weißer) Schleim, phlegmatisch

Informatorisch:

 

Die Vier-Elemente-Lehre war bis ins 17. Jahrhundert hinein bestimmend für die Chemie, die bis dahin Alchemie genannt wurde. Erst Robert Boyle leitete eine Entwicklung ein, die zum heutigen Elementbegriff (Chemisches Element im Gegensatz zum früheren, als „Element“ bezeichneten philosophischen Prinzip) im Periodensystem der Elemente führte. Als Elemente sind seit Antoine Laurent de Lavoisier diejenigen Stoffe definiert, „die sich mit chemischen Methoden nicht weiter in andere Stoffe zerlegen lassen“. Auf Boyle geht die Trennung der Begriffe Alchemie und Chemie zurück. So wird jetzt nur noch die esoterische Richtung der Stofflehre als Alchemie bezeichnet. Da der Begriff „Element“ seinen Bezug zu den physikalischen Stoffzuständen verlor, wurde der Begriff Aggregatzustand neu geprägt.

 

Die Elemente Feuer und Wasser sind die Orientierungspunkte für das Enneagramm. Das Element Feuer wird unten, das Element Wasser oben, das Element Luft links und das Element Erde rechts aufgestellt. Linke und rechte Seite des Enneagramms sind die männlichen und weiblichen Charaktere, von denen auch Carl Gustav Jung – ohne Bezug auf das Enneagramm – in seiner Unterscheidung von Animus und Anima spricht. In der klassischen, antiken Vier-Elemente-Lehre wird allerdings nur dem Feuer die Eigenschaft männlich, dem Wasser die Eigenschaft weiblich zugeordnet. Luft und Erde sind in der ursprünglichen Lehre Übergangselemente. Dazu später mehr.

 

Übungsaufgabe:

 

Stelle dir in Gedanken so deutlich wie möglich eines der Elemente vor. Variiere es in allen dir einfallenden Möglichkeiten. (z.B. Luft als Brise, Sturm, Orkan…usw.)

Erfühle die Wirkung auf dich.

Arnika

 

Die Arnika ist eine starke Pflanze, die hauptsächlich äußerlich als Tinktur eingesetzt wird.

 

 

Achtung! Arnika ist so scharf, dass sie in vielen Fällen am besten verdünnt angewendet wird. Manche Menschen reagieren auch allergisch auf Arnika. Für die, die sie vertragen ist sie jedoch ein starkwirkendes Mittel bei Verletzungen aller Art.

 

Hauptanwendungen:

Gelenkschmerzen, Gicht, Rheuma, Blutergüsse, Ekzeme, Entzündungen durch Insektenbisse, Furunkel, Gelenkentzündungen, Hautentzündungen, Hämatome, Krampfadern, Muskelkater, Neuralgien, Prellungen

Quetschungen, schlecht heilende Wunden, Schwellung bei Knochenbrüchen, Thrombose, Venenentzündung

Venenschwäche, Verstauchungen, Zerrungen

 

Verwendung. Blüten (Arnicae flos)

Inhaltsstoffe:    ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavone, Procyanidine, Helenalin, Arnicin, Beta-Sitosterol, Kampfer, Flavonoide, Inulin,

Nebenwirkungen:          Bei äußerer Anwendung: Allergische Hautreaktionen, Ekzeme, Blasen, Juckreiz, Nekrose (Absterben von Hautzellen)

Bei innerer Anwendung: innere Blutungen, Durchfall, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufzusammenbruch, Schwindel, Zittern

Gegenanzeigen: Arnika-Allergie, Korbblüter-Allergie, frische offene Wunden.

 

Die Arnika ist eine sehr stark wirkende Heilpflanze, die eine gewisse Reizwirkung ausübt.

Daher sollte man sie innerlich nur mit großer Vorsicht und stark verdünnt anwenden.

 

Bei vielen Menschen kann die Arnika auch Allergien auslösen, daher sollte man sich vorsichtig an die Anwendung der Arnika herantasten.

Das Haupt-Einsatzgebiet der Arnika ist die äußerliche Anwendung, vor allem gegen stumpfe Verletzungen wie Prellungen und Verstauchungen.

Dazu macht man am besten Umschläge mit verdünnter Tinktur oder verdünntem Tee.

 

Man kann die Arnika auch in Salben und Cremes gegen Verletzungen anwenden.

 

In Deutschland ist die Arnika so selten, dass sie geschützt ist und daher nicht gesammelt werden darf.